Ausschnitt aus Die Beschwörung der Hoffnung, 33 x 66 cm, Akryl auf Papier, 2023 © Robert Freund
Zum ersten Mal stellt Robert Freund seine Werke in seinem Geburtsort, in St. Johann in Tirol aus. Genauer gesagt, in der Galerie des Museums, das sich im Obergeschoss desselben befindet.
Robert Freund versteht Malerei nicht als Abbild der Wirklichkeit, sondern als lebendigen Denkraum. Seine Bilder entstehen aus dem Zusammenspiel von Wahrnehmung, Erinnerung und Vorstellungskraft – und machen sichtbar, dass Sehen kein passiver Vorgang ist, sondern ein kreativer Akt.
Freunds Malerei entfaltet sich mit der Zeit. Sie belohnt Aufmerksamkeit und wiederholtes Hinsehen. In einer Welt schneller Bilder setzt er auf Konzentration und Präsenz. Seine Werke schaffen einen Raum, in dem Mehrdeutigkeit nicht als Problem, sondern als Bereicherung erfahrbar wird.
Die menschliche Figur nimmt dabei eine besondere Rolle ein. Sie vermittelt zwischen Innen- und Außenwelt und wird zum Resonanzraum für psychische, symbolische und gesellschaftliche Zustände. So offenbart sich die humanistische Kraft von Freunds Werk: Seine Malerei zeigt Sensibilität, Empathie und Offenheit. Sie berührt, ohne festzulegen – und lädt dazu ein, die eigene Wahrnehmung als schöpferische Möglichkeit zu entdecken.
Robert Freund
Kaleidoskop
Vernissage: Donnerstag, 25. Juni 2026 um 19:30 Uhr
Einführende Worte: Günther Moschig
Galerie im Museum
Bahnhofstr. 8
6380 St. Johann in Tirol
Öffnungszeiten:
bis 11. Juli: Di, Do, Sa: 10 bis 12 Uhr
ab 14. Juli: Di bis Sa: 10 bis 13 Uhr
Ab 23. September: Mi 16 bis 18 Uhr
Finissage: 3. Oktober 2026, 19 Uhr (Lange Nacht der Museen)
Dauer der Ausstellung: 25. Juni bis 3. Oktober 2026

